20.10.2010

Pfarrei nimmt am 1. Oktober 2010 Abschied von St. Hermann-Josef

Es war ein trauriger Tag, eine Feier mit Stil und Einfühlungsvermögen sowie ein Bischof, der bei seiner „Herde“ war.

Am 1. Oktober hat die Gemeinde St. Hermann-Josef in Essen-Dellwig Abschied genommen von ihrer Kirche. Gemeinsam mit Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck feierte sie die letzte Messe, bevor der Bischof die Weihe, die "auf diesem heiligen Ort" liegt, aufgehoben hat. Das Geistliche Wort im Westdeutschen Rundfunk am Sonntag zuvor, 26. September, hat Herbert Fendrich, Kunsthistoriker und Theologe im Dienst des Bistums Essen, diesem - für viele Gläubigen schmerzlichen - Ereignis gewidmet:

Herr, unser Gott, Hirt deines Volkes, wir nehmen Abschied von diesem Kirchenraum, der uns und vielen vor uns religiöse Heimat war.

Er war die Mitte des Gemeindelebens, das Gotteshaus, in dem wir in Liturgie und Gebet deine Nähe gesucht und gefunden haben.

Dieses Bauwerk war für uns ein steinernes Zeugnis unseres Glaubens Und eine fortwährende Erinnerung an deine Nähe.

Der Verlust erscheint uns groß, wenn wir auf all das Gute schauen, das wir hier erfahren haben.

So - oder ähnlich - wurde in der Kirche St. Hermann-Josef in Essen-Dellwig gebetet. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen: Das war kein Freudenfest! Die Stimmung war gedrückt. Manche sind vielleicht gefasst und eher nüchtern, ganz viele aber sicher auch traurig und wehmütig. Es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre.

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