09.01.2022

Pilgerweg um die Pfarrei feierlich eingeweiht: St. Josef Trail am Netz!

17 Kilometer umspannen die Pfarrei St. Josef, wenn der neue Pilgerweg zu Fuß durchlaufen wird. „St. Josef Trail“ nennt sich der neue offizielle Wanderweg, der alsbald auch vom Sauerländischen Gebirgsverein markiert sein wird.

Zur offiziellen Einweihung trafen sich bei trockenem und gut wanderbarem Novemberwetter rund 30 Unentwegte, um sich ein Bild zu machen von einer möglichen Tradition, die sich bilden könnte. An der Stelle exakt, an der seit Jahrzehnten die Tradition der Neviges-Wallfahrt startete, am „Millennium“ oder auch Aluminium-Kreuz an St. Paulus, dem Kreuz genau, das bereits aus der ehemaligen Gemeinde St. Hermann-Josef nach Gerschede „gewandert“ war.

Bürgermeister Rudi Jelinek überbrachte zur Eröffnung die offiziellen Wünsche der Stadt Essen und Grüße vom verhinderten Oberbürgermeister Thomas Kufen. Alt-Pastor Hermann Schuster, der Treiber der ehemaligen Tradition, würdigte die neue Idee mit einer Meditation. Andreas Bierod als Geschäftsführer der neuen Grundstückseigentümerin an St. Paulus, der cse gGmbH, grüßte die Teilnehmenden. Pfarrer Fritz Pahlke und Gemeindeleiterin Sabine Lethen segneten den Weg, der entlang seiner Strecke ökumenische Impulse im Pfarrbezirk aufgreift. Arnd Brechmann beleuchtete den Hintergrund der Idee: Der St. Josef Trail möge verbinden, die bestehenden Gemeinden, die Ökumene, die Menschen, die sich auf den Weg machen. Und der Weg möge Geschichte wie Geschichten erzählen. Kreuze am Wege sind Kulturgeschichte auf Pfarreiebene. Das Wort des Buchautoren Paul Freres als Widmung in seinem Buch vom Dezember 1983 solle Mut machen: „Solange noch Kreuze am Wegesrande stehen, brauchen wir uns nicht zu fürchten!“

Stationen auf dem gemeinsamen Weg sind alle bestehenden Kirchen der christlichen Konfessionen, die Moschee an der Dellwiger Straße, aber auch die Orte, an denen Kirchen aufgegeben werden mussten, so an Herz Jesu in Unterfrintrop und an St. Hermann-Josef am Dachsfeld in Gerschede.

Hugo Rieth mit seinem Büchlein aus 2005 „Wegekreuze und Bildstöcke in Essen“ und Paul Freres „Kreuze am Wege“ aus 1983 sind seriöse Quellen der heimatgeschichtlichen Forschung und verdienen hier eine besondere Erwähnung in Dankbarkeit. Beide Autoren haben die Initiative befruchtet und viele Ideen erschließen lassen.

Durch die grünen Lungen unserer Pfarrei führt der St. Josef Trail, der nach dem Abschluss diverser Bauarbeiten im Pausmühlenbachtal und im Lunapark final mit einem Wegezeichen markiert werden wird, unserem Pfarreikreuz.

Danke an die fleißigen Helfer:ine aus St. Paulus und von der DPSG St. Josef, die für die Pilgernden eine Bewirtung vorbereitet haben. Und ein besonderer Gruß an Familie Pohland mit ihrer Idee eines „Schnapsbrunnens“.

Künftig ist vorgesehen, dass die ehemalige Tradition einer Pfarrwallfahrt zu Beginn der Fasten- und der Adventszeit revitalisiert wird. Am Samstag, dem 5. März 2022 könnte es so weit sein, wenn es die Pandemie denn zulässt.

„Die Seele geht am liebsten zu Fuß!“

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